Restaurant-Website oder eigene App: Was sollten Sie zuerst starten?
Womit Sie bei Direktbestellungen beginnen: wann eine Website reicht, wann eine App dazukommt und wie Sie Treueprogramm, Kosten, Zahlungen, SMS und Ihre Domain berücksichtigen.

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Ein Gast hat Ihre Pizza auf Instagram gesehen und möchte zum Abendessen bestellen. Er braucht einen Link zur Speisekarte, zu den Preisen und zur Lieferung. Ein anderer Gast kauft jede Woche sein Mittagessen bei Ihnen. Für ihn kann eine App bequem sein: Er kehrt leicht zu einer Bestellung zurück und erhält Neuigkeiten zum Mittagsmenü.
Wenn Sie zwischen einer Restaurant-Website und einer eigenen App wählen, gehen Sie von diesen Situationen aus: wie Gäste Sie finden und wie sie für die nächste Bestellung zurückkommen. Daran sehen Sie, welcher Start jetzt Ihr Geld wert ist.
Wann Sie mit einer Website beginnen sollten
Kommen Bestellungen per Nachricht und Telefon herein, kann eine Website die Arbeit vereinfachen: Der Gast wählt die Gerichte, gibt die Adresse ein und schliesst die Bestellung ab. Den Link können Sie in Ihre Social-Media-Profile, in die Karteneinträge Ihres Restaurants und auf Ihre Verpackung setzen.
Für einen neuen Gast ist das ein kurzer Weg zur Speisekarte. Er öffnet die Seite im Browser und sieht sofort, was er bestellen kann. Registrierung und Zahlung hängen davon ab, wie der Dienst eingerichtet ist.
Prüfen Sie vor dem Start, woher die Gäste kommen werden. Ist der Link im Profil Ihres Restaurants sichtbar? Kennen Ihre Stammgäste ihn? Wer aktualisiert die Speisekarte und bearbeitet die Bestellungen? Diese Fragen klären Sie am besten zusammen mit der Vorbereitung einer Restaurant-Website mit Online-Bestellung.
Wenn die Website schon läuft, bestellen Sie selbst mit Ihrem Handy: Suchen Sie ein Gericht, wählen Sie die Lieferung, füllen Sie die Felder aus und prüfen Sie die Zahlung. Vergleichen Sie das mit dem, was Gäste Ihnen sagen, und mit Ihren Daten zu abgebrochenen Bestellungen. So finden Sie die konkreten Probleme, die Sie vor dem nächsten Start beheben können.
Wann sich eine zusätzliche App lohnt
Eine App ist eine Überlegung wert, sobald Ihr Restaurant Gäste hat, die regelmässig wiederkommen. Planen Sie im Voraus, wie Sie sie zur Installation einladen und was die App im Alltag nützlich macht.
Ein Beispiel: Ein Restaurant ändert sein Mittagsmenü jede Woche. Gäste, die oft zu Mittag bestellen und dem Erhalt von Benachrichtigungen zugestimmt haben, können davon per Push erfahren. In der App von Eatery Club können Push-Benachrichtigungen Gäste an Ihr Restaurant erinnern und auf das Angebot verlinken.
Dafür bereitet jemand im Team die Angebote vor, wählt die Versandzeit und prüft das Ergebnis. Verfolgen Sie, wie viele Gäste das Angebot genutzt und bestellt haben. Diese Zahl zeigt, ob diese Art der Kommunikation ihre Kosten rechtfertigt.
Die Website kann der einfache Einstieg für neue Gäste bleiben, während Stammgästen die App angeboten wird. Die mobile Version einer Website von Eatery Club hat dafür ein Banner mit Links zum App Store und zu Google Play, beschrieben in den Einstellungen der Bestell-Website.

Wie Sie Treueprogramm und Speisekartenpflege berücksichtigen
Bonuspunkte müssen für den Gast verständlich sein: wofür er sie erhält, wo er den Punktestand sieht und welchen Teil seiner nächsten Bestellung er mit Punkten bezahlen kann. In Eatery Club umfasst das Treueprogramm Website, App und Self-Order-Terminal. Die Regeln für Sammeln und Einlösen werden für jeden Bestellweg festgelegt.
Lassen Sie sich bei der Demo ein Szenario zeigen, das der Gast wiedererkennen würde: eine Bestellung, gutgeschriebene Punkte und deren Einlösung beim nächsten Mal. Prüfen Sie es auf der Website und in der App. So sehen Sie, wie verständlich das Programm ist; Details zur Einrichtung stehen in der Anleitung zum Treueprogramm.
Fragen Sie auch, wie Speisekarte und Preise aus Ihrem Kassensystem aktualisiert werden. Nach einer Preisänderung sollte der Gast den aktuellen Betrag sehen, und ein als nicht verfügbar markiertes Gericht sollte sich nicht bestellen lassen. Für eine Aktualisierung der Speisekarte muss keine neue App-Version in den Stores veröffentlicht werden. Klären Sie vor dem Start, wie die Synchronisierung funktioniert und ob Ihr Kassensystem kompatibel ist.
Welche Kosten Sie einrechnen sollten
Lassen Sie sich eine separate Offerte für die Website und für Website plus App erstellen, beim gleichen erwarteten Bestellvolumen. So sehen Sie, was die App zusätzlich kostet und was der Betrag umfasst.
Die Offerte sollte diese Teile umfassen:
- Plattformgebühr. Das Abo, der Prozentsatz pro Bestellung, die enthaltenen Leistungen und der Support. Die Konditionen von Eatery Club finden Sie auf der Preisseite.
- Einrichtung. Die einmalige Gebühr, die Bedingungen, unter denen sie entfällt, und mögliche Kosten einer individuellen Integration. Fragen Sie als Kette nach einer Berechnung für alle Standorte, inklusive anwendbarer Rabatte.
- Online-Zahlung. Die Gebühren für die Zahlungsabwicklung gemäss Ihrem Vertrag.
- SMS. Nachrichten, auch Bestätigungscodes, werden zu den Tarifen eines separaten SMS-Anbieters abgerechnet. Klären Sie mit diesem Anbieter Preis, Zahlungsbedingungen und Verfügbarkeit für die Länder, in denen Ihr Restaurant tätig ist.
Schätzen Sie für SMS die Anzahl Nachrichten, für die Zahlungsabwicklung das Volumen der Online-Zahlungen. Gebühren können nach unterschiedlichen Regeln und zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallen. Vergleichen Sie wiederkehrende Kosten über denselben Zeitraum, etwa einen Monat, und weisen Sie einmalige Kosten separat aus.
Rechnen Sie die Zeit Ihres Teams für den Start ein: Speisekarte vorbereiten, Bestellungen prüfen, Mitarbeitende schulen, Gäste informieren. Für die App kommt die Arbeit an Angeboten und Push-Benachrichtigungen hinzu.
Was Sie mit Ihrer Domain tun sollten
Hat Ihr Restaurant bereits eine bekannte Adresse, ist es meist sinnvoll, sie zu behalten. Links aus der Suche, aus Karten und von Partnerseiten können darauf verweisen, und die Adresse kann auf Ihrer Verpackung gedruckt sein. Prüfen Sie vor dem Wechsel, ob Sie die Domain kontrollieren und ob der gewählte Tarif ihre Anbindung erlaubt.
Eine neue Domain kann zu einer neuen Marke oder einem separaten Projekt passen. Wechseln Sie, weil der Zugang verloren ist, klären Sie zuerst, auf wen die Adresse registriert ist, und bitten Sie die Registrierungsstelle um Wiederherstellung.
Hat Ihre bisherige Website einen Blog, Standortseiten oder andere nützliche Inhalte, besprechen Sie, wie diese Seiten beim Start der Online-Bestellung erhalten bleiben. Die Vereinbarung zur Anbindung der Domain sollte auch diese Seiten abdecken.
Ändern sich Adressen, brauchen Sie einen Plan für Weiterleitungen von den alten Seiten auf die passenden neuen. Ausserdem müssen Sie Ihre eigenen Links aktualisieren und nach dem Umzug die Indexierung prüfen. Google beschreibt die Schritte in seiner Anleitung zum Umzug einer Website.
Wie Sie die Entscheidung treffen
Kommen Sie mit einem konkreten Ziel zur Demo: Bestellungen über Instagram vereinfachen, einen umständlichen Zahlungsschritt entfernen oder Stammgästen eine App mit Mittagsangeboten anbieten. Lassen Sie sich den ganzen Weg zeigen und den Start mit Ihrem Kassensystem, Ihren Zahlungen und Ihrer Domain berechnen.
Halten Sie vor dem Start die aktuellen Zahlen fest, an denen Sie das Ergebnis messen: abgeschlossene Online-Bestellungen, Folgebestellungen oder Bestellungen nach einer Benachrichtigung. Wählen Sie die, die zu Ihrem Ziel passen. Dann stützt sich die Entscheidung über Ihre nächste Investition auf die Erfahrung Ihres eigenen Restaurants.
Veröffentlicht in
Anton Galiukin
Product Owner bei Eatery Club. Schwerpunkte: digitale Innovation und Produktentwicklung. Ich schreibe über Technologie und das Gastgewerbe.
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